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…Frauenromane sind echt nicht meins. 

Aber ich wollte ihnen noch ’ne Chance geben – mit „Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte“. 

Ich hätte es sein lassen sollen. 

Emma ist der Tolpatsch schlechthin. Immer geht was schief oder kaputt, sobald sie in der Nähe ist. Irgendwann in der Mitte des Buches (gefühlt!) fällt sie dann vom Gerüst (sie ist Restauratorin in einer Kirche) und bricht sich fast das Genick. Und weil sich diese Unglücke wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehen, verklagt sie ihren Schutzengel. Der kommt auch tatsächlich hernieder auf die Erde und stellt sich. 

Dazu gesellt sich ein wirres Konstrukt aus Antiquitätenhändlern, Pfarrern, Anwälten und einer dauer-spitzen besten Freundin. 

Geschrieben ist es nett. Und ich meine nett. Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Halt: nett. 

Die Auflösung der Geschichte ist aber genauso konstruiert wie die Geschichte selbst. Alles ist vorhersehbar, die vermeintliche Romantik hab ich nicht entdeckt, und die Figuren sind flach und uninteressant. 

Sorry, aber mit diesen flauscheweichenpinkypinky-Schmonzetten werd ich echt nicht warm. Schön, dass sie Abnehmer finden, aber mein Bücherregal werden sie weiterhin nicht belästigen. 

  
Foto: privat

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