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Nicht selbst gelesen (zumindest nicht komplett) – aber: Verschenkt! An den Lieblings-Gatten. Der ist Architekt und freut sich immer über Dinge, die mit seinem Job zu tun haben. Daher gebe ich an dieser Stelle einfach mal seine Einschätzung des Buches von Maríon Bayer wieder.

Zugegeben: „Eine Geschichte Deutschlands in 100 Bauwerken“ ist jetzt nix, was das Architektenherz zu noch nie gekannten Jauchzern verleitet – immerhin wurden die meisten dieser Gebäude oder Gebäude-Arten im Studium mehr als einmal durchgekaut.

Aber: Das Buch gibt eine schöne Übersicht über verschiedene Baustile, Hintergründe eines Gebäudes und seine geschichtliche Einordnung. Der Aufbau der einzelnen Beschreibung ist dabei immer gleich: Ein Bild des Bauwerks, danach drei Seiten Erklärung – beginnend mit dem Frühmittelalter bis hin zu aktuellen Bauwerken. Das Ganze passiert ohne viel Firlefanz, sondern klar strukturiert und dennoch interessant.

Ich selbst hab mir ein paar der Bauwerke durchgelesen und war ebenfalls sehr angetan. Die Auswahl ist gelungen, interessanterweise ist auch das Schloss Versailles mit aufgenommen worden. Das ist vor dem Hintergrund passiert, dass der Vertrag von Versailles die Geschichte Deutschlands maßgeblich geprägt hat. Die Schreibweise gefiel mir ebenfalls sehr gut. Wo es sich anbietet, steigt die Autorin nicht objektiv in den Text ein, sondern eher Reportage-artig:

Wind rauscht durch die Baumwipfel im Odenwald. Ein Waldweg steigt sacht zur Burgruine empor, die etwas versteckt zwischen Buchen und Kiefern auf einem Bergsporn thront.

Insgesamt hat mir das Buch ebenfalls sehr gut gefallen – ok, das, was ich davon gelesen hab. Es macht mit seinem Hardcover und dem schwarz-goldenen Umschlag einen wirklich hochwertigen Eindruck; und für alle Nicht-Architekten ist hinten im Anhang eine Erklärung der architektonischen Fachbegriffe… auch hier: gut mitgedacht.

 

Bild: Bastei Lübbe

Bild: Bastei Lübbe

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